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2 Gründe der Entstehung der
Banking- und Currencytheorie
Zur Entstehung der Bankingtheorie und der
Currencytheorie trugen zwei wichtige Ereignisse bei, die hier näher
erläutert werden sollen. Das erste Ereignis, das zur Entstehung beitrug,
war die Diskussion, wie die Englische Notenbank, am Anfang des 19. Jahrhunderts
nach den Napoleonischen Kriegen, die Geldmenge am zweckmäßigsten
regeln sollte.
„Über diese Frage wurde lange und
ausführlich diskutiert. Einzelne Wissenschaftler und Politiker erstellten
Gutachten, woraufhin andere Wissenschaftler wieder Gegengutachten erstellten. Es
bildeten sich zwei gegeneinanderstehende Richtungen heraus. Die eine Richtung
vertrat die Bankingtheorie und die andere Richtung die Currencytheorie. Ein
großer Streitpunkt zwischen beiden Richtungen war die Frage, ob und wie
die Banknoten bei ihrer Ausgabe gedeckt sein sollten. Die Anhänger der
Currencytheorie vertraten die Meinung, daß die ausgegebenen Banknoten in
voller Höhe mit Gold und Silber gedeckt sein müßten, die
Anhänger der Bankingtheorie meinten dagegen, daß eine derartige
Begrenzung unnötig sei.“[1]
Auf die Banking- und Currencytheorie wird in den nächsten
Gliederungspunkten noch aus-führlicher eingegangen. Das zweite Ereignis,
das zur Entstehung der beiden Theorien beitrug, war das Scheitern des
bullionistischen Prinzips. „Die Theoretiker beider Theorien waren auf der
Suche nach den Gründen, die das bullionistische Prinzip scheitern
ließen. Das bullionistische Prinzip wurde von dem Bullion-Komitee
ausgearbeitet und die englische Notenbank setzte das Prinzip auf Empfehlung des
Bullion-Komitees im Jahre 1821 in die Praxis um. Das Prinzip besagte, daß
die Einlösbarkeit der ausgegebenen Banknoten in Gold ausreiche, um den
Geldwert auf lange Sicht stabil zu halten, woraufhin die englische Notenbank die
Einlösungspflicht für Banknoten wieder aufnahm. Die anhaltenden
Goldzuflüsse in England zwischen 1830 und 1840 sorgten jedoch für
einen instabilen Geldwert, da immer mehr Geld ausgegeben werden konnte, weil
durch die anhaltenden
Goldzuflüsse ausreichend Gold zur Einhaltung der
Einlösepflicht
vorhanden
war.“[2]
Dies führte zum Scheitern des bullionistischen
Prinzips und zur Entstehung der Banking- und Currencytheorie.
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