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5 Die Durchsetzung der Currencytheorie
und ihre Auswirkungen
Aus dem Streit zwischen der Bankingtheorie und der
Currencytheorie ging schließlich die Currencytheorie als Gewinner hervor.
Mit der Peelschen Bankakte, einem von dem britischen Premierminister Robert Peel
für die Bank von England erlassenen Gesetz, trat die Currencytheorie im
Jahre 1844 in Kraft. Sie schrieb der englischen Notenbank von nun an vor,
„daß sie Banknoten bis zu einem Betrag von 14 Millionen Pfund ohne
Edelmetalldeckung ausgeben dürfe. Diese 14 Millionen Pfunde
müßten jedoch durch Staatsschuldverschreibungen, also durch Ausgabe
eines entsprechenden Volumens von Staatspapieren, gedeckt werden. Eine über
diesen Betrag hinausgehende Ausgabe von Banknoten ist nur gestattet, wenn diese
Bank-
noten durch ein Edelmetall gedeckt
werden.“[28] „Mit dieser
Deckungsvorschrift
beschränkte man jedoch die Banknotenausgabe mehr,
als dem Geldverkehr auf lange Sicht zuträglich
war.“[29] Aus diesem Grund
suchte die Wirtschaft immer mehr nach Ausweichmöglichkeiten. „Solche
waren die zeit-
weilige Aufhebung der vorgeschriebenen
Deckungsvorschriften und die schnelle Entwicklung des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs, wodurch neben das Münz- und Notengeld das Giralgeld
trat.“[30] „Die
Geschäftswelt in England nutzte mehr und mehr die Möglichkeit,
bargeldlos zu zahlen. Das führte dazu, daß es in England neben der
Notenbank Depositenbanken gab, die kurzfristige Kredite gaben und dem
bargeldlosen Zahlungsverkehr dienten. Der bargeldlose Zahlungsverkehr erlangte
in England eine viel größere Bedeutung als im restlichen Europa, wo
die Banknotenausgabe nicht so eng begrenzt
wurde.“[31] „Am
28.02.1939 wurde die Currencytheorie in England endgültig außer Kraft
gesetzt.“[32] Die
Hauptauswirkung der Currencytheorie war die Entstehung des Giralgeldes oder des
bargeldlosen Zahlungsverkehrs, der seinen Ursprung in England hat und heute
weltweit durchgeführt wird.
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